Antworten auf
häufige Fragen

Standard-Linse nachträglich mit Multifokallinse tauschen?

Frage: Ich habe rechts eine Katarakt-Operation mit einer Multifokallinse und links eine OP mit einer normalen Linse. Nach der Operation mit der Multifokallinse kam ich zunächst nicht gut mit der Linse zurecht. Deshalb habe ich mich beim zweiten Auge für eine Standardlinse entschieden. Inzwischen habe ich mich jedoch an die Multifokallinse gewöhnt und komme damit gut zurecht. Nun passt leider das zweite Auge nicht gut zum anderen, hier muss ich eine Gleitsichtbrille tragen. Kann man da noch etwas tun? Kann man z. B. die normale Linse gegen eine Multifokallinse austauschen?

Antwort: Der Austausch der normalen Linse gegen eine Multifokallinse ist zwar möglich, wir würden dieses Vorgehen aber nicht empfehlen. Einfacher, schonender und auch preiswerter ist die zusätzliche Implantation einer sogenannten Add-On-Linse in das Auge, die die Funktion der Multifokalität und sogar eine zusätzliche Korrektur eines ggf. bestehenden Astigmatismus übernehmen kann. Eine solche Add-On-Linse ist extrem dünn und kann zwischen die Kunstlinse und die Iris (Regenbogenhaut) platziert werden. In der Augen-MVZ Lausitz GmbH wurden schon zahlreiche Add-On-Linsen mit gutem Erfolg implantiert.

Trockenes und juckendes Auge normal nach einer Katarakt-Operation?

Frage: Ich hatte vor ca. 4 Wochen eine Linsenoperation. Seit dem quält mich ein Trockenheitsgefühl und ständiges Jucken sowie Brennen im Auge. Ich glaube ich habe eine chronische Bindehautentzündung. Was soll ich tun?

Antwort: Durch die bei der Katarakt-Operation angewandte Retrobulbäranästhesie (Betäubungsspritze hinter das Auge) und durch die zum Austausch der Linse notwendigen Schnitte am Auge kann es nach der Katarakt-Operation zur Herabsetzung der Empfindlichkeit der Hornhaut sowie zur Verminderung der Tränenproduktion kommen.

Das daraus resultierende Trockene-Augen-Gefühl (Sicca-Symptomatik) lässt sich am besten durch die Anwendung von Tränenersatzmitteln behandeln, die Sie in jeder Apotheke und auch im Praxis-Shop ihres Augenarztes erwerben können. Es gibt dabei eine Vielzahl von unterschiedlichen Präparaten mit unterschiedlichen Wirkstoffen, so dass die Auswahl häufig schwer fällt.

Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt untersuchen und beraten, auch um eine Bindehautentzündung ausschließen zu können.

Warum kann ich nach der Katarakt-Operation nicht lesen?

Frage: Ich hatte vor nunmehr 3 Wochen eine Katarakt-Operation und kann immer noch nicht die Zeitung lesen. Ich mache mir Sorgen, dass irgendetwas nicht stimmt. Woran kann das liegen?

Antwort: Bei der Katarakt-Operation wird der Patient in der Regel mit einer Kunstlinse versorgt, die so dimensioniert ist, dass der Patient damit in der Ferne scharf sehen kann. Zum Sehen in der Nähe, dass heißt zum Lesen, benötigt er zusätzlich eine Lesebrille. Es ist empfehlenswert, die nach einer Katarakt-Operation erforderliche Brille frühestens einen Monat nach dem Eingriff anfertigen zu lassen, da sich die Brechkraft des Auges in dieser Zeit noch ändern kann.

Bei Operationen an beiden Augen ist die Brillenversorgung mitunter schwierig, da das neue Brillenglas am zuerst operierten Auge gegebenenfalls nicht zum Brillenglas des noch nicht operierten Auges passt. In solchen Fällen ist es unter Umständen ratsam, nach dem ersten Eingriff eines der beiden Augen abzudecken (z. B. Zukleben des Brillenglases) und die Operation des Partnerauges so schnell wie möglich durchzuführen.

Wichtig ist, dass man nach der Katarakt-Operation in der Ferne scharf sehen kann, anderenfalls liegen andere Probleme vor, die eine Untersuchung durch Ihren Augenarzt erforderlich machen.

Stellen Sie uns Ihre Frage:

Ihnen liegt eine augenmedizinische Frage über Erkrankungen, Diagnosen und Behandlungsmethoden auf dem Herzen? Dann nutzen Sie unser Online-Formular und senden Sie Ihre Fragestellung an die Augen-MVZ Lausitz GmbH. Wir werden Ihr Anliegen schnellstmöglich bearbeiten und anonymisiert in der Rubrik FAQ’s – Häufig gestellte Fragen – veröffentlichen.